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Schöner Leben mit ... reindeer Section!
 
Hauptschule abschaffen?
Wie weiter mit der Hauptschule?

Die Hauptschule frustriert. Sie schafft Verlierer im zehnten Lebensjahr und ermöglicht nur selten ein Entrinnen aus vorgezeichneten Lebenswegen. Und Frustration als Grundgefühl ist Nährboden für alles andere als inspirierte Entwicklung und gemeinsames Lernen, wie wir auch an Beispielen Berliner Schulen gesehen haben. Nachdem der Kopf der jungen Menschen als ungenügend für Höheres abgestempelt wurde, entdecken sie anderes. Ellenbogen zum Beispiel. Das Schulwesen trennt vermeintlich nach Leistung. Aber einer Leistung, die viele nie die Möglichkeit gehabt haben, zu erbringen. So trennt die Schule letztlich nach sozialen Gesichtspunkten.. Aber es gilt, allen selbstbestimmte Entwicklung zu ermöglichen.

 

Wer heute noch glaubt, man könne in vermeintlich homogenen Gruppen die Einzelnen besser fördern, hat in den letzten fünf Jahren der Bildungsforschung und –diskussion nicht aufgepasst. Zum Beispiel PISA erwies ganz deutlich: es gibt keine Homogenität an Schulen, weil tatsächlich alle Menschen und auch die jungen einfach verschieden sind. Verschieden in ihren Begabungen und Neigungen, Stärken und Schwächen. Das ist noch nicht einmal eine Neuigkeit, trotzdem wird im deutschen Bildungswesen immer noch munter sortiert in gut und anders, in Lebenschancen oder vielleicht doch keine. Allein in Sachsen verlassen zehn Prozent die Schulen ganz ohne Abschluss, kann eine hoch entwickelte und sich selbst zu Gerechtigkeit verpflichtet fühlende Gesellschaft sich diese nachfolgende soziale Exklusion erlauben? Jene jungen Menschen werden an großen Teilen des gesellschaftlichen Lebens nie teilhaben können. Muss erst die UNO uns an „Bildung als Menschenrecht“ erinnern? Das Prinzip der Auslese bezieht sich auf die wilhelminische Drei-Klassen-Gesellschaft. Die gibt es nicht mehr und auch das Bildungswesen muss sich weiter entwickeln. Um alle zu fördern, ist eine integrative Schule notwendig, die unter einem Dach verschiedene auf Unterschiede eingeht. Wegschicken an andere Schularten ist kein politisches und gesellschaftliches Konzept. Es hilft nicht, es schadet. Es trennt und verschärft soziale Gegensätze.

 
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