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Aufruf: Kein Fackelmarsch am 13.02.

Kein Fackelmarsch der Nazis am 13.2. in Dresden

- und nirgendwo sonst

 

Seit 2007 findet neben dem europaweit größten Neonaziaufmarsch von NPD und Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO) am 13. Februar abends ein Aufmarsch von „Freien Kräften“ der Neonaziszene statt. Der mit Fackeln, Kostümträgern und Wagnermusik ausstaffierte abendliche Naziaufmarsch wird am 13. Februar 2012 in Dresden stattfinden. Diese Inszenierung steht symbolhaft für die Vereinnahmung der Trauer, die die Verantwortung für die Geschichte ausblendet und in der ideologischen Tradition der Nazis verbleibt.

 

2000 – 3000 marschierende Neonazis in Dresden ist eine kaum zu ertragende Provokation. Die Anmeldebehörden der Stadt sind hier zu entschiedenem und klaren Handeln gegen jede Eskalation und Provokation seitens der Nazis gefordert.

 

Besonders die üblichen Fackeln im Naziaufmarsch am 13. Februar schlagen für jeden in der Welt sichtbar und erinnerlich den Bogen zu den Fackeln der Siegesmärsche der Nazis von Gestern. Es ist unerklärlich, wie ein Ordnungsamt der Stadt Dresden Fackeln als Kundgebungsmittel genehmigen kann. Wir fordern deshalb von den Anmelde- und Versammlungsbehörden die vollkommene Ausschöpfung der Möglichkeiten von Auflagenbescheiden bis hin zu juristischen Schritten und eine transparente Kommunikation zur Routenführung der Nazidemonstrationen für die Bürger_innen der Stadt.

 

Erstunterzeichner_innen

 

Dr. Nora Goldenbogen (Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Dresden)


Julia Bonk (MdL, Dresden)


Grit Hanneforth und Kulturbüro Sachsen e.V.

 

Marc Lalonde (Vorsitzender des Ausländerbeirats Dresden, Koordinator des Sächsischen Migrantenbeirats, Vertreter im Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat)

 

Richard Kaniewski (Stadtrat SPD-Fraktion, Dresden)